Mundial Report

Nachrichten und Analysen zur WM 2026.

Tunesien bei der WM 2026: Eine Wand in der Abwehr, ein Chaos im Hintergrund

Tunisian fans lighting flares in the stands during a World Cup qualifying match, smoke billowing in red and white colors.

Quelle: i.guim.co.uk

Tunesien qualifiziert sich für die WM 2026 mit einer beeindruckenden defensiven Bilanz: kein Gegentor in 10 Qualifikationsspielen. Doch hinter den Kulissen herrscht Chaos mit drei Trainern und einer Identitätskrise.

🇹🇳 Tunisia

Tunesien kommt zur WM 2026 mit einer beinahe übernatürlich anmutenden Aura defensiver Unbesiegbarkeit. Laut dem Expertennetzwerk des Guardian absolvierten die Adler von Karthago ihre gesamte afrikanische Qualifikationskampagne ohne ein einziges Gegentor in zehn Spielen – eine beeindruckende Bestleistung, die auf dem Kontinent nur von der Elfenbeinküste erreicht wurde. Doch die Ruhe dieser Serie täuscht über eine von Chaos im Trainerteam und einer anhaltenden Identitätskrise geprägte Realität hinweg.

Drei verschiedene Trainer – Jalel Kadri, Montasser Louhichi und Sami Trabelsi – waren während der Reise zur Endrunde verantwortlich, bevor der Verband sich nach einer enttäuschenden Afrikameisterschaft schließlich Sabri Lamouchi zuwandte. Mit Turnierbeginn am 11. Juni präsentiert sich die Spannung zwischen Tunesiens soliden Ergebnissen auf dem Platz und seiner turbulenten Führungsgeschichte als das ultimative WM-Paradoxon: Eine Mannschaft, die nicht zu knacken ist, kann sich selbst oft genug zerbrechen.

Quellen & weiterführende Lektüre