Mexikos Fußballverband verliert Berufung gegen FIFA-Strafen wegen homophoben Gesangs

Quelle: i.guim.co.uk
Der CAS hat die Berufung des mexikanischen Fußballverbandes gegen FIFA-Strafen wegen des homophoben Gesangs von Fans endgültig abgewiesen. Die Geldstrafen von 140.000 Schweizer Franken bleiben bestehen. Mexiko steht vor der WM 2026 unter Druck, das Verhalten der Fans zu ändern.
Während der Countdown zur Weltmeisterschaft 2026 in die letzten Wochen geht, steht Mexiko im grellen Scheinwerferlicht eines jahrzehntelangen Kampfes, den es konsequent verloren hat – nicht auf dem Platz, sondern auf den Rängen. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat die jüngste Berufung des mexikanischen Fußballverbandes gegen FIFA-Sanktionen endgültig abgewiesen und damit die Geldstrafen für den homophoben Gesang bestätigt, der die Spiele von El Tri seit Jahren plagt. Das Urteil, über das The Guardian berichtete, kommt zu einem brutalen Zeitpunkt. Am 11. Juni wird Mexiko das Eröffnungsspiel des Turniers gegen Südafrika im ikonischen Aztekenstadion austragen, einem Ort, an dem die beleidigende Ein-Wort-Beschimpfung notorisch verbreitet ist. Der Verband, nun seiner rechtlichen Verteidigungsmöglichkeiten beraubt, bemüht sich mit einer letzten Werbekampagne, das Verhalten der Fans zu ändern, doch der Schatten möglicher Stadionstrafen lastet schwer auf einer Nation, die sich darauf freut, zum dritten Mal in der Geschichte die WM auszurichten.
Das rechtliche Ende: CAS bestätigt FIFAs finanziellen Hammer
Laut einem Bericht von The Guardian ist das jüngste CAS-Urteil nur das neueste Kapitel einer über zehn Jahre andauernden Saga. Der konkrete Fall betraf Anklagen durch die FIFA wegen Vorfällen während der Spiele 2024 gegen Bolivien, Uruguay, Brasilien und die USA. Die Anti-Diskriminierungs-Monitore des Weltverbandes, ein System, das bei allen 104 WM-Spielen in Mexiko, den USA und Kanada stark zum Einsatz kommen wird, bestätigten den Gesang. Die CAS-Richter bestätigten die Geldstrafen in Höhe von insgesamt 140.000 Schweizer Franken (etwa 178.000 US-Dollar). Diese juristische Niederlage geht nicht nur ums Geld; sie entzieht dem mexikanischen Verband das Argument, die Strafe sei unfair oder der Gesang sei harmloser kultureller Ausdruck. Das Urteil bekräftigt, dass FIFAs Drei-Stufen-Protokoll für diskriminierende Vorfälle – das dazu führen kann, dass ein Spiel vorübergehend unterbrochen, ausgesetzt oder sogar abgebrochen wird – rechtlich einwandfrei ist und während des hochkarätigen Turniers wahrscheinlich aggressiv angewendet wird.
Der Verband
Quellen & weiterführende Lektüre
- https://www.greenwichtime.com/sports/article/mexico-launches-a-last-minute-world-cup-campaign-22271313.php
- https://www.sfchronicle.com/sports/article/gutierrez-and-martinez-lead-mexico-to-victory-22273326.php
- https://www.houstonchronicle.com/sports/article/gutierrez-and-martinez-lead-mexico-to-victory-22273326.php
- https://www.theguardian.com/football/2026/jun/02/mexico-homophobic-chant-appeal-fifa