Iran droht WM-Aus: US-Visumstreit gefährdet Teilnahme

Quelle: static.independent.co.uk
Das iranische WM-Team steht vor einer ungewissen Zukunft, da die US-Visa für die Gruppenphase noch ausstehen. Trotz eines Trainingscamps in Mexiko könnten Verbindungen zur Revolutionsgarde zu Einreisesperren führen. FIFA-Präsident Infantino geht von Teilnahme aus, doch die Spannungen bleiben hoch.
Die Teilnahme der iranischen Nationalmannschaft an der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 hängt weiterhin in der Schwebe, da die US-Visa für die Gruppenphase noch nicht erteilt wurden. Obwohl das Team nach einem 2:0-Sieg im Freundschaftsspiel gegen Mali sein Trainingslager nach Tijuana, Mexiko, verlegt hat, bleiben die Einreiseerlaubnisse für die Spiele in den USA ungeklärt. US-Außenminister Marco Rubio hat deutlich gemacht, dass Personen mit Verbindungen zu den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) die Einreise verweigert werden könnte. Diese Haltung betrifft direkt die iranische Delegation, zu der Spieler, Trainer und Verbandsmitglieder gehören.
Die iranische Delegation hat kürzlich Visa-Termine in der Botschaft in Ankara wahrgenommen, doch eine endgültige Genehmigung steht aus. Das Team hat seinen ursprünglichen Trainingsstützpunkt in Tucson, Arizona, aufgegeben und trainiert nun in Tijuana, um logistische Hürden zu umgehen. Dennoch benötigt die Mannschaft weiterhin US-Visa, um zu den Spielen einreisen zu können. FIFA-Präsident Gianni Infantino bekräftigte zwar, dass Iran wie geplant in den USA spielen werde, doch die praktischen Hindernisse bleiben bestehen. Das Team bereitet sich unterdessen in der Türkei vor und hat zuletzt drei Siege und eine Niederlage in vier Freundschaftsspielen verbucht, darunter ein 3:1 gegen Gambia.
Die angespannte Situation hat direkte Auswirkungen auf die Gruppe G, in der Iran auf Neuseeland, Belgien und Ägypten trifft. Sollten wichtige Spieler oder Funktionäre keine Einreiseerlaubnis erhalten, droht eine geschwächte Mannschaft oder gar der Turnierausschluss. Dies wäre ein beispielloser Vorgang in der modernen WM-Geschichte und würde die gesamte Gruppendynamik verändern. Der Konflikt unterstreicht die wachsende Verflechtung von internationaler Politik und Sport, da die US-Politik gegenüber der IRGC ein neues Präzedenzfall schafft.
Quellen & weiterführende Lektüre
- https://www.iranintl.com/en/202606026645
- https://www.theguardian.com/football/2026/may/23/iran-world-cup-base-camp-tijuana-mexico-tuscon-war
- https://www.jpost.com/international/article-897075
- https://www.independent.co.uk/sport/football/world-cup/iran-world-cup-2026-usa-visas-mexico-b2990451.html