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Haaland beim Eishockey: Norwegen genießt WM-Comeback nach 28 Jahren

Erling Haaland in a white Carolina Hurricanes jersey with red and black sleeves, smiling and pointing his left hand upward while attending a Stanley Cup Final game.

Quelle: ichef.bbci.co.uk

Erling Haaland und Norwegen entspannen bei einem NHL-Playoff-Spiel, kurz vor ihrem ersten WM-Auftritt seit 28 Jahren. Der Stürmer tauschte sein Poloshirt gegen ein Hurricanes-Trikot und zeigte sich unbeschwert vor dem Auftaktspiel gegen den Irak.

🇳🇴 Norway🇮🇶 Iraq🇺🇸 United StatesErling Haaland

Der Anblick, wie Erling Haaland begeistert eine Fahnenschwenkaktion bei einem Stanley-Cup-Finale macht, frisch nach einer dominanten Qualifikationskampagne, fängt den unbeschwerten Geist einer norwegischen Mannschaft ein, die nach 28 Jahren erstmals wieder auf der größten Fußballbühne steht. Nur wenige Tage vor ihrem lang erwarteten WM-Auftaktspiel gegen den Irak präsentierten sich der Manchester-City-Torjäger und seine Teamkollegen entspannt im Lenovo Centre in Raleigh, North Carolina. Sie sahen sich Spiel 5 des NHL-Showdowns zwischen den Carolina Hurricanes und den Vegas Golden Knights an. Laut BBC Sport tauschte Haaland sogar sein graues Poloshirt gegen ein weiß-rotes Hurricanes-Trikot mit seiner ikonischen Nummer neun und winkte der tosenden Menge zu, als die Mannschaft auf der Anzeigetafel erschien. Dieser Ausflug, nur 90 Minuten vom norwegischen Trainingslager in Greensboro entfernt, war nicht nur eine lockere Ablenkung – es war eine selbstbewusste Aussage, dass die Skandinavier jeden Moment dieser Reise, die zwei Jahrzehnte gedauert hat, in vollen Zügen genießen.

Abseits des Platzes: Eine Stanley-Cup-Soirée

Haalands Anwesenheit auf dem Eis war nicht zu übersehen. USA Today berichtete, dass er strahlte und voll dabei war, als er sein Poloshirt gegen das Hurricanes-Trikot eintauschte, während Andrei Svechnikov mit zwei Toren zu einem 4:2-Sieg für Carolina und einer 3:2-Serienführung beitrug. Die BBC beschrieb den Moment, als Norwegen auf der Anzeigetafel erschien – eine Gelegenheit für die mitreisenden Fans, ihre Fußballhelden zu würdigen. Für Haaland, der in nur 49 Länderspielen 55 Tore erzielt hat, war es eine seltene öffentliche Verschnaufpause vor seinem ersten großen Turnier. Das Bild, wie er im Eishockey-Dress zum Himmel zeigt und grinst, stand in scharfem Kontrast zur Hochdruckumgebung der WM und deutet auf eine Mannschaft hin, die das historische Rampenlicht genießt, anstatt ihm zu erliegen. Dieser Teambuilding-Ausflug ist Teil von Norwegens breiter angelegter Charmeoffensive in den USA. Bevor der Puck überhaupt fiel, posierten die Spieler für ein episches Abschiedsfoto des renommierten britischen Fotografen David Yarrow mit dem Titel „The Vikings Are Coming“ – in authentischer nordischer Kleidung auf einem Langschiff. Diese Mischung aus kulturellem Stolz und cleverer PR, dokumentiert von der BBC, hat sie bei neutralen Fans beliebt gemacht und ein klares Signal gesendet: Norwegen ist nicht nur hier, um die Zahlen aufzustocken.

Norwegens Rückkehr: 28 Jahre Leid beenden

Seit 1998 und ihrem letzten großen Turnierauftritt bei der Euro 2000 hat Norwegen kein Turnier dieser Größenordnung mehr bestritten. Wie die BBC in einem Porträt über Haaland anmerkt, war der 25-Jährige bei der letzten WM-Teilnahme noch nicht einmal geboren. Sein Werdegang ist mit der Sehnsucht der Nation verwoben: In Leeds geboren, aber stark mit seinen norwegischen Wurzeln verbunden, lehnte Haaland eine Spielberechtigung für Englands Three Lions ab – eine Entscheidung, die ihn außerhalb des elitären Turnierzyklus hätte stranden lassen können. Stattdessen wurde er zum Mittelpunkt einer Generation, gipfelnd in einer Qualifikationsserie mit 16 Toren in acht Spielen. Nun, mit dem Irak am 16. Juni in Boston, gefolgt von Senegal am 22. Juni im MetLife Stadium und einem abschließenden Gruppenspiel am 26. Juni, ist Norwegens Weg anspruchsvoll, aber nicht unmöglich. Der Eishockey-Ausflug deutet auf ein Team mit Chemie und Weitblick hin – Werte, die über Jahre des Zusammenhalts gepflegt und zweifellos durch Haalands zugängliche, fast schelmische Persönlichkeit gestärkt wurden. USA Today kommentierte, dass Kritiker angesichts der viertägigen Pause bis zum Anpfiff nicht „ihre Perlen heben“ sollten. In einem Turnier, in dem mentale Erschöpfung genauso teuer sein kann wie körperlicher Verschleiß, könnte sich die Pause als klug erweisen.

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