Alles falsch an der WM 2026: Politik, Preise und Aufblähung

Quelle: static.independent.co.uk
Monate vor WM-Beginn 2026 wissen Insider: Die Planung läuft nicht wie erwartet. Politische Manipulation, horrende Ticketpreise und die Aufstockung auf 48 Teams überschatten das Turnier.
Monate vor dem Anpfiff der WM 2026 wussten FIFA-Insider bereits, dass die Planung nicht „wie erwartet“ verlief – eine verheerende Untertreibung für ein Turnier, das von politischer Manipulation, horrenden Ticketkosten und einer Aufstockung geplagt wird, die die Essenz des Sports verwässert. Als erste WM, die in drei Nationen und mitten in einem von den USA geführten Krieg ausgetragen wird, zeichnet sich diese Ausgabe dadurch aus, dass sie weniger für Fußball als vielmehr für ihre beispiellosen Kontroversen in Erinnerung bleiben wird.
Politische Verstrickungen und FIFAs verlorene Neutralität
Laut DW haben die Annäherungsversuche von FIFA-Präsident Gianni Infantino an US-Präsident Donald Trump jeden Anschein politischer Unparteilichkeit des Verbands zerstört. Infantino erschien bei Trumps „Board of Peace“-Treffen auf der Bühne mit einer roten MAGA-Mütze und ging so weit, einen neuen „FIFA-Friedenspreis“ zu schaffen, der speziell an Trump während der WM-Auslosung verliehen werden sollte. Miguel Delaney vom Independent verurteilt dies als „Gianni Infantino, der die Seele des Fußballs verkauft“, während Ann Killion von der San Francisco Chronicle die Bilder als stillschweigende Billigung von Trumps Agenda darstellt, die Fans weltweit weiter entfremdet.
Verschärft wird die Situation dadurch, dass sich die Vereinigten Staaten im Krieg mit dem Iran befinden – ein Novum für ein WM-Gastgeberland, wie die DW anmerkt. Dies wirft ernste Fragen zur Sicherheit und Teilnahme der iranischen Nationalmannschaft sowie zum Wohlbefinden ihrer Anhänger auf. Die Quelle weist darauf hin, dass FIFAs Statuten politische Neutralität verlangen, Infantinos Handlungen jedoch die internationale Sportpolitik bewusst mit den strategischen Interessen eines einzelnen Staates verknüpft haben. Killion berichtet von einem vorherrschenden Gefühl der „Wut, Apathie und Absurdität“, das durch das angeheizt wird, was viele als ein zutiefst politisiertes Turnier ansehen.
Exorbitante Ticketpreise und Entfremdung der Fans
Wenn der politische Makel nicht schon genug wäre, werden normale Anhänger von der „inklusivsten“ WM ausgeschlossen. Die San Francisco Chronicle hebt hervor, dass eine kanadische Fluggesellschaft die exorbitanten Ticketkosten verspottete, indem sie Flüge zu den tatsächlichen Teilnehmerländern als günstigere Alternative bewarb. Miguel Delaney bezeichnet die Ticketvergabe rundheraus als „Abzocke“, und die DW unterstreicht, dass diese überhöhten Preise der versprochenen Zugänglichkeit widersprechen. Für ein Turnier, das auf 48 Teams aufgestockt und als globales Fest vermarktet wird, fühlt sich die finanzielle Hürde wie ein Verrat an. Die Folge ist ein zerrissenes Fanerlebnis, bei dem nur die Reichen – oder gut Vernetzten – mehrere Spiele besuchen können, was den Gemeinschaftsgeist untergräbt, der die WM ausmacht.
Die fehlerhafte Aufstockung auf 48 Teams
FIFAs Entscheidung, das Turnier auf 48 Teams aufzublähen, stößt auf mehreren Ebenen auf vernichtende Kritik. Die DW weist auf die Umweltbelastung hin, da mehr Teams mehr Flüge, mehr Stadien und einen größeren CO2-Fußabdruck in den drei Gastgeberländern bedeuten. Auch die Qualität des Fußballs ist gefährdet; mehr Außenseiter könnten zu einseitigen Ergebnissen und einer verwässerten Gruppenphase führen, die dem Ereignis die Wettbewerbsspannung raubt. Ann Killion argumentiert, dass diese Aufstockung FIFAs kommerzielle Gier über die sportliche Integrität stellt und die Rhetorik der „größten Show der Welt“, die Infantino ständig wiederholt, untergräbt.
Umwelt- und logistische Albträume
Die geografische Ausdehnung des Turniers – von Kanada über Mexiko bis in die USA – verschärft seine Nachhaltigkeitskrise. Die DW berichtet, dass die Reiseanforderungen etwaige Klimaversprechen der FIFA zunichtemachen, da Teams und Fans einen Kontinent durchqueren. Hinzu kommen in derselben Quelle erwähnte US-Einreiseverbote, die Anhänger aus bestimmten Nationen auszuschließen drohen, und das logistische Chaos stellt sicher, dass die WM 2026 eher als ökologisches und ethisches Debakel in Erinnerung bleiben wird denn als fußballerischer Triumph.
Das große Ganze
Das Zusammentreffen dieser Krisen zeichnet ein düsteres Bild der modernen Fußballführung. Ein Gastgeberland im Krieg, ein Verband, der seine eigenen Regeln missachtet, um politische Gefälligkeiten zu erheischen, astronomische Ticketpreise und ein Turnierformat, das den Wettbewerb untergräbt – all das trübt das Erbe der WM. Der Independent merkt an, dass hochrangige FIFA-Funktionäre die Probleme kommen sahen, aber dennoch nichts unternommen wurde. Für Fans und Spieler riskiert das Turnier 2026, zu einem Symbol für all das zu werden, was mit der kommerziellen und politischen Entwicklung des Sports falsch läuft. Die iranische Mannschaft würde, falls sie antritt, im Schatten eines regelrechten Konflikts mit dem Gastgeberland spielen, während Anhänger aus Ländern mit Einreiseverboten ganz ausgeschlossen werden könnten. Dies ist nicht das „größte Ereignis“, das Infantino versprach; es ist eine warnende Geschichte darüber, wie Macht und Profit das schöne Spiel überschatten.
Quellen & weiterführende Lektüre
- https://www.dw.com/en/what-is-wrong-with-the-2026-world-cup/a-77402635
- https://www.sfchronicle.com/sports/annkillion/article/world-cup-united-states-22291378.php
- https://www.dw.com/en/world-cup-us-mexico-canada-ticket-prices-trump-ice/a-77402635
- https://www.independent.co.uk/sport/football/world-cup-2026-trump-infantino-fifa-iran-b2992262.html